„Hat die Menschheit aus ihren Fehlern gelernt?“ Gespräch mit der Tochter eines ehemaligen KZ-Insassen

Ingrid Portenschlager ist Zeitzeugin der 2. Generation. Ihr Vater, Ernst Reiter, war viereinhalb Jahre im KZ Flossenbürg inhaftiert, weil er den Kriegsdienst verweigert hatte. Was er dort erlebt hat, welchen grausamen Foltermethoden er durch die sadistische SS-Organisation ausgesetzt war, und wie sich diese Erlebnisse auf die ganze Familie – auch noch Jahre nach dem Krieg – ausgewirkt haben, erzählt sie den Schülerinnen und Schülern der 1BKf mit sehr berührenden und fesselnden Worten. Untermauert wurde dieser Vortrag mit äußerst ergreifenden und aussagekräftigen Bildern vom KZ Flossenbürg und ihrem Insassen Ernst Reiter mit der Nummer „1935“, die allen Anwesenden sehr nahegingen.

Anschließend durften die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen, und es wurde mit der Zeitzeugenbegleiterin, Frau Irene Hubmann, auch noch darüber diskutiert, ob wir Menschen aus unserer Geschichte gelernt hätten. Leider wurde allen bewusst, dass dies keineswegs der Fall ist, wenn man sich die Geschehnisse in der heutigen Zeit ansieht. Kriege, Ausgrenzungen und menschliches Leid sind leider stets allgegenwärtig!

Wir danken Frau Portenschlager und Frau Hubmann für diese zwei äußerst zum Nachdenken anregenden Stunden.

Frau Portenschlager kann stolz auf ihren Vater sein, denn wer von uns hätte den Mut, sich einem derartigen Regime zu widersetzen?